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Autohaler

Sie haben von Ihrem Arzt einen Dosieraerosol zur Behandlung Ihres Asthma bekommen. Erfahren mehr zur Handhabung Ihres Asthma-Arzneimittels, auch für ein besseres Verständnis des Beipackzettels Ihres Asthma-Arzneimittels. Informieren Sie sich über Inhalationshilfen und spezielle Dosieraerosole wie den Autohaler (Bronchospray, Junik) und das Easi-Breathe System (Salbulair, Ventolair):

Dosieraerosole sind zur Therapie von Asthma stark verbreitet. Sie enthalten Arzneistoffe, die die Bronchien erweitern oder antientzündlich wirken. Darüber hinaus gibt es Dosieraerosole die bei allergischen Beschwerden eingesetzt werden. Alkohol ist in einigen Dosieraerosol als Hilfsstoff enthalten. Ein Alkoholtest könnte bei manchen Dosieraerosolen unmittelbar nach zwei Sprühstößen ein positives Ergebnis anzeigen. Der Wert fällt aber sehr schnell ab und ist nach 15 min definitiv nicht mehr feststellbar. Dennoch sollten alkoholentwöhnte Suchtpatienten derartige Arzneimittel nicht verwenden.

Im Dosieraerosol wird bei der Auslösung innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde eine definierte Menge der Arzneistoffsuspension durch die Expansion des Treibgases in ein Pulveraerosol zerstäubt. Das Aerosol bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit vom Ventil des Dosieraerosols weg.

Die richtige Handhabung Ihres Dosieraerosols, das Sie gegen Asthma verordnet bekommen haben, ist eine entscheidende Voraussetzung für den Therapieerfolg bei der Behandlung Ihres Asthma. Halten Sie sich deshalb genau an die Beipackzettel Ihres Dosieraerosols zur Behandlung Ihres Asthma. Je besser Sie verstehen warum die ein oder andere Formulierung im Beipackzettel Ihres Dosieraerosols enthalten ist, je besser werden Anwendungsfehler im Umgang mit Ihrem Asthma-Arzneimittels vermieden.

Der Wirkstoffgehalt eines Sprühstößes aus dem Dosieraerosol wird auch von Ihnen beeinflusst und kann vermindert werden durch:

  • hohe Temperaturen des Treibgases (Arzneimittel gehören nicht in die Hutablage eines Autos)
  • unzureichendes Schütteln von Suspensionspräparaten
  • Zeitspanne zwischen Schütteln des Dosieraerosols und der Betätigung
  • zu kurze oder zu lange (Wochen) Zeitspanne zwischen 2 Sprühstößen
  • starke Verschmutzung des Mundstückes

Lagerung Dosieraerosol

Für Dosieraerosole gelten die generellen Sicherheitsbestimmungen wie für Treibgaspackungen. Je nach Beipackzettel sind Dosieraerosole unter 25 oder 30°C aufzubewahren.  Sie sind vor größer Hitze und direkter Sonneneinstrahlung zu schützen und dürfen nicht gewaltsam geöffnet werden. Wird das Dosieraerosol Temperaturen über 50°C ausgesetzt, kann die Dosiervorrichtung deformiert werden, sodass die Dosieraerosole zu verwerfen sind. Bei sehr niedrigen Temperaturen unterhalb -15 bis -20°C ist die Funktion des Dosieraerosols durch den Druckabfall beeinträchtigt. Druckunterschiede im Flugzeug haben vernachlässigbaren Einfluss auf Dosieraerosol-Behälter.

Handhabung Dosieraerosol

  • Schutzkappe vom Mundstück entfernen und Mundstück auf Fusseln oder Verunreinigungen kontrollieren, die sonst eingeatmet werden können.
  • Dosieraerosol senkrecht mit dem Ventil nach unten halten. Das Dosieraerosol enthält kein Steigrohr, sodass bei wiederholt falscher Haltung die Dosierkammer nicht gefüllt wird und nur Treibgas ausgesprüht würde.
  • Dosieraerosol kräftig schütteln, damit sich eine Suspension im Dosieraerosol homogenisiert.
  • aufgerichtete Oberkörperhaltung mit leicht in den Nacken geneigtem Kopf einnehmen, zur "Begradigung" der Mund- und Rachenwege (insbesondere wenn kein Inhalierhilfe verwendet wird). Die hohe Geschwindigkeit der Aerosolpartikel führt sonst zu verstärkter Ablagerung im Mund- Rachenraum und dadurch bedingt zu mehr Nebenwirkungen.
  • Langsam tief ausatmen. Mundstück mit Lippen umschließen, wobei es nicht luftdicht abgeschlossen werden muss.
  • Durch das Mundstück langsam einatmen und gleichzeitig Sprühstoß auslösen und weiter tief einatmen (möglichst 3 s), damit das Aerosol tief in die Lunge eindringen kann. Atem für 5-10 s anhalten, damit sich die Aerosolpartikel setzen können.
  • Mundstück absetzen und  langsam mit "Lippenbremse" oder durch die Nase ausatmen. Ein schnelles Ausatmen kann zu Verlusten der gerade inhalierten Dosis führen.
  • Eine weitere ärtzlich verordnete Inhalation frühestens nach 30 s durchführen.
  • Staubschutzkappe aufsetzen, damit Fremdpartikel aus der Hosen- oder Jackentasche beim nächsten mal nicht mitinhaliert werden.

Entscheidend für die richtige Handhabung des Dosieraerosols ist die korrekte Koordination von Einatmen und Sprühstoß. Sollte das Auslösen des Sprühstoßes kraftbedingt Schwierigkeiten bereiten, können Sie dazu auch beide Hände benutzen.

Das Anhalten des Atems bis 10 s sollte vor allem bei Glucocortikoidpartikeln und bei sehr kleinen Lösungströpfchen eingehalten werden. Sie setzen sich langsamer in der Lunge ab als hygroskopische Stoffe.

Bei neuen, noch nicht gebrauchten Treibgasdosen ist es wichtig, das Dosieraerosol zunächst zwei- bis viermal ohne Inhalation und vom Körper abgewandt zu betätigen, um die Dosierkammer richtig zu befüllen. Auch bei längerem Nichtgebrauch sollte Sie im Interesse der Dosiergenauigkeit 1-2 Probestöße auslösen.

Das im Beipackzettel geforderte Ausspülen des Mund- und Rachenraumes oder die Anwendung des Dosieraerosols vor dem Essen resultiert daraus, dass immer auch bei korrekter Anwendung des Dosieraerosols und richtiger Atemtechnik ein geringer Teil der Aerosolpartikel sich im Mund- und Rachenraum absetzen. Je nach Wirkstoff können so lokale Nebenwirkungen entstehen (brennendes Gefühl der Zung, schmerzhalte Schluckbeschwerden, Mundgeruch, Hustenreiz, Stimmenprobleme, Pilzerkrankungen). Das Mundspülen, Gurgeln, Trinken und Essen oder das Abhusten von Schleim entfernen die lokal im Mund und Rachenraum abgesetzten Aerosolpartikel. Inhalierhilfen für Dosieraerosole können Ablagerungen im Mund und Rachen verringern.

Der häufig beschriebene Schwimmtest des Druckbehälters des Dosieraerosols zeigt grob die Füllung mit Treibgas an, aber nicht wieviel Arzneistoff noch im Treibgas enthalten ist. Ihre Apotheke empfiehlt Ihnen nach der Entnahme der deklarierten Anzahl von Dosen das Dosieraerosol zu verwerfen, zumal am Ende die Dosiergenauigkeit geringer ist. Berechnen Sie sich bei regelmäßiger Anwendung an Hand der deklarieren Sprühstöße Ihres Dosieraerosols die Reichweite des Dosieraerosols und notieren Sie dieses auf der Packung.

Zählwerke am Atmadisc, Viani und Flutiform Dosieraerosol zählen rückwärts und zeigen die verbleibenden Sprühstöße an.

Ihre Apotheke empfiehlt Ihnen ein gesäubertes Mundstück eines verbrauchten Dosieraerosols für Notfälle bei Betriebsstörungen aufzuheben. Es dürfen allerdings nur die Mundstücke des gleichen Herstellers mit den Druckdosen der Dosieraerosole des jeweiligen Herstellers verwendet werden. Der Austausch von Mundstücken von verschiedenen Dosieraerosolen führt zu Dosierfehlern, da die Aerosoltropfengröße stark von der Geometrie der Mundstücke der Dosieraerosole abhängt.

Handhabung Dosieraerosol

Quelle: DAV

Bei weiteren Fragen zu Asthma und der Handhabung Ihres Dosieraerosols steht Ihnen Ihre Apotheke gerne zur Verfügung.


Spezielle Dosieraerosole Autohaler

Als Autohaler stehen zur Verfügung:

  • Bronchospray Autohaler
  • Junik Autohaler

Beim Autohaler-System wird das Dosieraerosol durch den Atemzug des Patienten ausgelöst. Durch einen Kipphebel am Oberteil des Autohalers wird eine Feder gespannt, die eine Kraft auf den Dosenboden bzw. das Ventil ausübt und erst mit dem Atemzug ausgelöst wird. Damit wird eine atemsynchrone Freigabe gewährleistet.

Der Kipphebel muss vor jeder einzelnen Anwendung des Autohalers betätigt werden und bei Nichtbenutzung des Autohalers heruntergeklappt werden.

Bei der Reinigung des Mundstückes ist nur dieses in lauwarmes Wasser zu tauchen und leicht zu schwenken. Nach dem Abschütteln anhaftender Wassertropfen lässt man den Autohaler gut trocknen. Weitergehende Manipulationen sind zu unterlassen, um den Auslösemechanismus nicht zu beschädigen. Alternativ können Sie das Mundstück mit einem feuchten Tuch reinigen.

Handhabung Autohaler

Quelle: DAV

Bei weiteren Fragen zu Asthma und der Handhabung Ihres Autohaler steht Ihnen Ihre Apotheke gerne zur Verfügung.


Spezielle Dosieraerosole Easi-Breathe System

Als Easi-Breathe System sind verfügbar:

  • Salbulair N
  • Ventolair

Beim Easi-Breathe System wird der Federmechanismus bereits durch das Zuklappen der Mundschutzkappe gespannt. Ebenfalls Atemzug gesteuert wird der Sprühstöß des Dosieraerosols ausgelöst.


Inhalierhilfen zu Dosieraerosolen

Die als Spacer, Vorschaltkammern oder Holding Chamber bezeichneten Inhalierhilfen für Dosieraerosole sind Hohlkörper, die zwischen das Dosieraerosol und den Mund des Patienten gesetzt werden. In den Inhalierhilfen setzen sich zu große Partikel ab und die Geschwindigkeit der Partikel wird verringert. In die Inhalierhilfe wird aus dem Dosieraerosol hinein gesprüht und umgehend das Aerosol aus der Inhalierhilfe langsam und tief in die Lunge eingeatmet. Dadurch werden weniger Partikel des Dosieraerosols im Mund- und Rachenraum abgelagert und es ist keine Koordination von Sprühstoß und Atmung notwendig. Die Nebenwirkungen im Mund- und Rachenraum von corticoidhaltigen Dosieraerosolen kann so gesenkt werden.

Vermeiden Sie bei der Reinigung von Inhalierhilfen aus Plastmaterial, dass diese sich elektrostatisch auflädt. Ein großer Teil der Dosis des Dosieraerosols könne durch die elektrostatische Anziehung an der Wand der Inhalierhilfe haften bleiben. Eine frisch gereinigte und getrocknete Kammerwand kann durch einen Sprühstoß des Dosieraerosols, welcher nicht inhaliert wird, erst einmal entladen werden, was bei metallischen Inhalationshilfen nicht notwendig ist.

Bei weiteren Fragen zu Asthma und der Handhabung einer Inhalierhilfe steht Ihnen Ihre Apotheke gerne zur Verfügung.